[ Zitat ] Arthur und die vergessenen Bücher

Für van Houttenstam waren Bücher keine Gebrauchsgegenstände, sondern Objekte der Verehrung.

Gerd Ruebenstrunk: Arthur und die vergessenen Bücher, S. 106

Dieses Zitat gefällt mir persönlich sehr gut, jedoch hat es mich auch zum Nachdenken über mein persönliches Verhältnis zu Büchern gebracht. Ja, ich mag Bücher. Ich schaue Bücher gerne an und ich finde das ein oder andere Buch auch sehr dekorativ. Inhaltlich berühren mich einige Bücher und beschäftigen mich. Aber Verehrung? Ein Buch ist für mich auch ein Gebrauchsgegenstand, denn ich gehöre zur Fraktion „Ein Buch darf gerne gelesen aussehen“. Verehrung ist für mich ein sehr verklärtes Wort und ein Buch oder eine Geschichte zu verehren klingt für mich persönlich doch eher gewöhnungbedürftig.

Wie ist es bei euch? Verehrt ihr Bücher oder sind sie reine Gebrauchsgegenstände? Oder liegt ihr auch irgendwo dazwischen, so wie ich?

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8 comments

  1. Katha says:

    Schöne Stelle^^ Aber mir geht es da eher wie dir. ‚Verehren‘ finde ich zu krass ausgedrückt. Ja, ich liebe mein Bücher und versuche beim Lesen keine Eselsohren oder Knicke ins Buch zu machen, was bei dicken und englischen Büchern leider nicht soo leicht ist, aber ich finde es mittlerweile auch nicht schlimm, wenn dann mal ein Knick o. ä. im Buch ist. Vorallem wenn man ein Buch unterwegs dabei hat, sieht es ja selten wie neu aus.

  2. Steffie says:

    @ Stephie
    Sorry ich war gestern ziemlich müde und hab den ersten Satz irgendwie falsch gelesen.

  3. Stephie says:

    PS: Das mit den englischen Büchern empfinde ich genau andersherum. Ich habe auch viele englische/amerikanische Jugendbücher im Taschenbuchformat und die sind bei mir immer viel stabiler als die deutschen und bekommen nicht so schnell Knicke

  4. Steffie says:

    @ Kari absichtlich habe ich bisher nur ein Taschenbuch geknickt und das auch nur, weil es sowieso schon Knicke hatte und immer noch schwer zu lesen war. Ansonsten lese ich auch normal.
    Den Satz finde ich auch schön, deswegen habe ich ihn mir auch (mit einem Postit) markiert. Das Nachdenken kam bei mir erst später.

    @Stephie Wenn du sagst, dass deine Bücher dir heilig sind, würdest du dann auch von Verehrung sprechen?

    @anne Bei mir ist es eher so, dass ich es nicht mag, wenn jemand anderes mein Buch verschandelt :mrgreen: Deswegen verleihe ich meine Bücher auch nicht gern, eben weil ich Angst habe, dass jemand damit unvorsichtig umgeht.

    Wenn ich mir zum Beispiel ein Buch ausleihe, gehe ich nochmal ganz anders damit um, als mit eigenen Büchern.
    Dann habe ich ja auch viele englische Bücher und dies knicken im Buchrücken meist eh schneller als unsere deutschen Bücher.

  5. Stephie says:

    Ich verehre meine Bücher zwar nicht, aber sie sind für mich auch keinesfalls Gebrauchsgegenstände, zumindest nicht die private Literatur. Bei den ganzen Gesetzestexten und Unibüchern liegt das etwas anders.

    Meine Bücher sind mir aber „heilig“. Da darf kein Fleck, kein Kratzer dran und Knicke im Buchrücken haben sie auch nicht. Das finde ich nämlich total furchtbar. Meine Bücher sehen alle nicht wirklich gelesen aus. Wenn die mal was haben, dann waren das Unfälle über die ich mich noch Tage später geärgert. Ich bin nämlich leider ein Mensch, der öfter mal was fallen lässt und wenn das ein Buch ist, fühle ich mich richtig furchtbar.

  6. Kari says:

    Über diesen Satz bin ich beim Lesen auch gestolpert und fand ihn schön – aber wie du – finde ich das Wort „Verehrung“ doch irgendwie zu heftig.

    Für mich persönlich muss ich sagen, dass ich da eine Entwicklung durchgemacht habe. Denn vor ein paar Jahren war ich wirklich besessen davon, dass meine Bücher keinen einzigen Knick haben durften, deshalb habe ich sie sehr vorsichtig gelesen und nur wenigen Leuten ausgeliehen (die meisten wollten sich dann schon gar nichts mehr von mir leihen, weil sie wussten, dass ein Knick im Buchrücken eine Katastrophe war).
    Inzwischen bin ich dazu übergegangen Bücher „normal“ zu lesen, wenn der Buchrücken dabei geknickt wird, dann ist es eben so. Aber ich falte Taschebücher bspw. immer noch nicht extra, um sie in einer Hand besser halten zu können oder dergleichen. Ich behandel sie doch noch als wertvolle Gegenstände, da ich meine Büchersammlung einfach liebe. Es ist mein größtes Hobby und auch wenn ich Flohmarktbücher kaufe, vermeide ich es doch, dass sie zu zerlesen aussehen. (Herausfallende Seiten sind immer noch ein Horror!)

    Verehrung würde ich also eher verneinen, aber ein Gebrauchsgegenstand sind sie für mich wohl auch nicht. Ich liege einfach dazwischen. ^^

  7. anne says:

    Also ich sehe es auch so wie du! Ich meine, ich lese ja auch die Bücher und von daher sind sie ja auch Gebrauchsgegenstände. Doch ich muss sagen, wenn eine Delle, Knick o.ä. in meinem Buch ist, dann werde ich schon ziemlich sauer und finde das gar nicht witzig… denn dann kommt auch die Seite der Verehrung raus… Irgendwie liebt man doch jedes einzelne Buch! 😉

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