[ Rezension ] Robin Wasserman: Wired. Skinned-Trilogie 03

ACHTUNG! Dritter Band einer Reihe.

Wired

Titel der Originalausgabe: Wired
Band innerhalb der Reihe:  Skinned-Trilogie 3
Genre: Dystopie, Jugendbuch, Fiction
Übersetzung: Claudia Max
Verlag: script5 (2011)
ISBN: 978-3-8390-0115-8
Seiten: 380
Preis: [D] € 16,90

Band 1: Skinned [ Rezension ]

Band 2: Crashed [ Rezension ]

Worum geht’s? :

Nach den Ereignissen im letzten Band muss Lia sich dem Willen ihres Vaters beugen um sich selbst und ihren Freund Riley zu retten. So arbeitet sie nun für BioMax, der Konzern, der für das „Leben“ der Mechs verantwortlich ist. Um den Orgs, also den Menschen, zu zeigen, dass Mechs nicht so viel anders sind als sie, ist sie das neue Gesicht des Unternehmens und stellt sich so zum Beispiel in einer VidLife (eine Art Reality TV) dar. Als dort plötzlich Jude auftaucht, ist ihr klar, dass es wieder Probleme geben wird. Doch was sie dann durch Judes Hilfe erfährt stellt nicht nur ihr Leben, sondern auch das Leben ihrer Schwester Zo vollkommen auf den Kopf.

Meine Meinung:

Eine Trilogie zu beenden kann verschiedene Gefühle in einem auslösen. Bei der Skinned Trilogie war ich sehr froh, dass ich diese nun endlich einmal beenden konnte. Mit Spannung wartete ich auf das Ende und auf das was uns die Autorin alles noch zu sagen hat. Leider konnte sie mich mit Wired nicht vollkommen überzeugen.
Schreibstil, Sprache und Aufmachung des Buches sind wie in den ersten beiden Bänden sehr gelungen. Robin Wasserman führt uns als Leser wunderbar durch das Buch und schafft es immer wieder Wendungen einzubauen, die man nicht erwartet hat. So wird es nie langweilig und man fliegt durch die Seiten.
Die Schwäche des Buches ist meiner Meinung nach eindeutig die Handlung. Zunächst steigt man gemächlich in Wired ein, was einem die Möglichkeit gibt sich zunächst noch einmal an das Ende von Band 2 zu erinnern, welches mir zum Beispiel vollkommen entfallen war. Irgendwann im Laufe des Buches bekommt man dann das Gefühl, als wüsste die Autorin selbst nicht so genau was sie da eigentlich tut. Schlag auf Schlag zerbrechen Freundschaften, Familien und Feindschaften, so dass ich irgendwann einmal an einem Punkt war, wo ich dachte: „Was will sie denn jetzt damit bezwecken?“ Jeder Charakter wird noch einmal hervorgeholt und zum Teil werden Eigenschaften vollkommen ins Gegenteil verkehrt. Irgendwo dabei bin ich als Leser auf der Strecke geblieben, denn mir fehlten zuweilen ein wenig der Zusammenhang und der Sinn. Dazu muss jedoch gesagt werden, dass es sich dabei vor allem um Nebenfiguren handelt, die wiederkehren und sich zum Teil stark verändern.
Lia hingegen bleibt im Großen und Ganzen sie selbst. Das lässt mich dazu kommen, was mir sehr gut gefallen hat. Ich weiß nicht, ob dies nur ein stärkeres Empfinden meinerseits ist, oder ob es auch tatsächlich von der Autorin so gewollt ist, aber ich habe es als sehr spannend gefunden noch einmal intensiver in diese Zweifel eines Mech einzutauchen.
„Bin ich Maschine? Bin ich Lia? Ist Lia ich?“ All diese Fragen werden immer wieder aufgeworfen und haben dem Buch eine tiefere Ebene gegeben, als ich es aus den ersten beiden Büchern in Erinnerung habe. Sehr interessant finde ich auch die Einschätzungen zum Thema künstliche Intelligenz, die im Buch in direktem Zusammenhang zu den Mechs steht.
Schlussendlich dachte ich mir nach zwei Dritteln des Buches, dass es grundsolide ist, sich schnell und flüssig liest und mir Spaß macht, doch dann kam das Ende. Ich werde hier sicherlich nicht das Ende verraten, aber ich finde es schlicht und ergreifend komisch. Ich bezweifele, dass ich es verstanden habe und kann auch ehrlich gesagt nicht ganz erkennen, was uns Robin Wasserman damit sagen möchte. Es ist sicher kein Friede Freude Eierkuchen Ende, was ich auch nicht erwartet habe, aber ich habe es gelesen, die Stirn gerunzelt, es noch einmal gelesen und das Buch dann kopfschüttelnd zugeklappt. Wenn hier jemand da draußen ist, der das Ende verstanden hat, der möge sich doch bitte bei mir melden.

Fazit:

Die Trilogie ist beendet und ich bin mehr oder minder zufrieden. Lässt man das Ende weg was das Buch wirklich unterhaltsam und spannend. Leider bin ich als Leser irgendwann auf der Strecke geblieben und kann im Endeffekt das Ende leider absolut nicht nachvollziehen. Sehr schade, denn die Trilogie hatte sehr viel versprechend begonnen und endet nun leider nur im guten Mittelmaß.
Bewertung:

(3/5)

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4 comments

  1. mona says:

    kann da nur zustimmen. habe in den letzen 6 Tagen gierig alle 3 Bücher verschlungen und war gefesselt von der Vorstellung die Zukunft so zu sehen und menschliche Gedanken Gefühle Erinnerungen als zahlendurcheinander in künstliche körper zu packen.. naja, hab vor ner viertel Stunde die letzten 10 Seiten von wired gelesen und bin mir nicht sicher ob ich verwirrt, enttäuscht oder wütend sein soll. es ist definitiv kein Ende dass ich erwartet hätte :/

  2. Steffie says:

    Besser geringe Erwartungen und positiv überrascht werden, als hohe Erwartungen und enttäuscht.

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