
|
Titel der deutschen Ausgabe: Shades of Grey – Geheimes Verlangen Band 1 (Goldmann 2012)
|
| Genre: Erotischer Roman |
| Verlag: Vintage (2011) |
| ISBN: 1612130291 |
| Seiten: 528 |
| Preis: [D] ca. € 7,10 |
Ich habe wirklich langen dagegen angekämpft, doch irgendwann war mein Unwille gebrochen und ich habe mir doch die „Shades of Grey“-Trilogie für den Kindle zugelegt.
Ich bin absolut kein Fan erotischer Literatur und mir sind normalerweise schon Sexszenen n Büchern, wie Black Dagger zu viel, aber trotz allem muss ich sagen, dass mich der erste Band auf eine gewisse Art und Weise gefesselt hat. *wortspiel*
Grundsätzlich geht mir dieser extreme Hype ja schon wieder auf die Nerven und noch mehr ärgere ich mich über mich selbst, dass ich meine Neugier nicht bezähmen kann und UNBEDINGT mitreden will. Manchmal…
Was mich zudem auch noch nervt ist, dass ich das Buch auf irgendeine Art und Weise mag. Dabei habe ich so viel zu meckern. Der Schreibstil ist grauenhaft, da die Autorin meiner Meinung nach keinen Thesaurus kennt und auch so ständig alles 20.000-mal wiederholt, als wäre der Leser so vergesslich, dass er nach 2 Seiten schon wieder alles vergessen hat.
Dann ist die Protagonistin unendlich nervig, naiv, blöd und hat eine „inner goddess“, die mich immer an die Werbung für einen Rasierer von Gilette erinnerte. Man könnte sich jetzt natürlich generell über das Frauenbild in diesem Buch aufregen. Frauen die sich unterwerfen (und das tut Ana bekanntermaßen ja) sind heutzutage ja nun alles andere als en vogue und in unserem modernen Zeitalter ein Affront an die Emanzipation. Ich sage man könnte, denn ich rege mich nicht auf, da die gute Frau das Ganze ja nun ziemlich freiwillig macht und es in diesem Fall ja vornehmlich um das „sexuelle Spiel“ geht. Meiner Meinung nach gehört zur Emanzipation auch die Freiheit im Rahmen der Sexualität und wenn eine Frau sich gerne unterwirft, dann bitte. Ich muss es ihr ja nicht nachmachen…
Ich persönlich kann ich jeden verstehen, der „Fifty Shades of Grey“ grauenhaft findet und ich verstehe auch diejenigen, die es in den Himmel loben. Ich sehe mich so dazwischen, denn auf der einen Seite habe ich vieles was mir auf den Keks geht und auf der anderen Seite musste ich immer weiter lesen.
Die Faszination die dieses Buch hat geht meiner Meinung nach einzig und allein von Christian Grey, dem dominanten Part, aus. Auch wenn ich sicher keinen Mann möchte, der mich gern mal „übers Knie legt“ oder weiß Gott was mit mir anstellt, fasziniert er mich, denn es gibt einen Grund weshalb er so ist UND er zeigt zwei Gesichter. Ich finde ihn einfach auf eine verquere Art und Weise ebenso anziehend wie Ana und ich bin sher gespannt, was mit diesem Charakter noch passieren wird.
Im Endeffekt hatte ich mir das Buch wesentlich „härter“ vorgestellt. Schließlich wird es auch in den Medien so dargestellt. Gefühlt kamen auf den rund 500 Seiten vielleicht 100 Seiten lang erotische Szenen vor und der Rest rankte sich um die Beziehung zwischen Ana und Christian. Natürlich sind seine Vorlieben das Hauptthema, aber für mich geht es in diesem Buch viel mehr um sein Seelenleben und vor allem um seine Vergangenheit,
Womit ich dann gar nicht gerechnet habe ist, dass mich das Ende so vollkommen unerwartet trifft und ich das ein oder andere leise Tränchen verdrückt habe. Das passiert mir nun wirklich selten…
Fazit
Ich kann für Fifty Shades of Grey keine Buchempfehlung aussprechen, da ich glaube, dass es wahrlich nicht jedermanns Sache ist. Für alle die Hadern und die neugierig sind und denen bewusst ist, dass es sich um einen erotischen Roman handelt, die möchte ich dazu aufrufen es zu lesen. Kauft euch das Taschenbuch oder das Ebook oder lest einfach mal in die Leseprobe hinein.
Und bitte liebe liebe Leserinnen unter 18: Nicht lesen. Tante Steff kann das nicht für gut heißen.
Bewertung:




(4/5)
Possibly Related Posts:
Letzte Kommentare